- Details
- Kategorie: Radsport
von Björn
Die Tour d ́Energie ein Sportevent, bei dem jedes Jahr über viereinhalbtausend begeisterte Sportler zusammenfinden und sich auf zwei Strecken a 45 und 100 km/h messen können. Das Rennen startet und endet in Göttingen mit einer malerischen Strecke durchs Weserbergland und einer besonders erwarteten Bergwertung am Hohen Hagen mit einer Länge von 2 Kilometern.
Auch bei der diesjährigen Tour d ́Energie wurde man direkt von einer richtig tollen Stimmung begrüßt und man hat deutlich gemerkt, dass alle anwesenden Fahrer sich auf dieses Rennen gefreut haben und dem Saisonauftakt entgegenfieberten.
Die ganze Region liebt und lebt dieses Rennen, was sich sehr deutlich in den Menschen
widerspiegelt, die am Streckenrand stehen. Hier wird die Stimmung von Jahr zu Jahr besser, und besonders bei der eben genannten Bergwertung kommt teilweise Tour de France Feeling auf.
Das Wetter an diesem Tag hätte nicht besser sein können. Ein wolkenloser Himmel mit
etwas Wind und Sonne bei 18 Grad. Perfektes Radfahrwetter. Und ebenfalls gut, um das
Weserbergland- Panorama zu genießen, welches ein Bild von blühenden Rapsfeldern
aufbot. Jetzt konnte man den Ausblick um Hann.-Münden noch genießen, doch später würde hier die Radstrecke entlang führen, die zwar auch ein Stück hat, das an der Weser lang führt, jedoch habe ich so das Gefühl, dass besonders die Berge irgendwie von Jahr zu Jahr höher werden...
Das Rennen selbst hat gut durchorganisiert angefangen mit dem Parken, weiter zur
Startnummernausgabe, der Kleiderbeutelannahme, bis zur Startaufstellung und der
Zieldurchfahrt. Alles verlief reibungslos und es gab keine Probleme.
Doch jetzt wird es Zeit für das richtige Rennen.
Gestartet bin ich aus dem hinteren Drittel des Startblockes B, und da habe ich es die ersten fünf Kilometer nach dem Startschuss erst mal ruhig angehen lassen und darauf gewartet,
dass sich das Feld etwas auseinanderzieht. Auch wenn hier fast alle fair fahren, ist doch das Risiko, auf den ersten Kilometern in einen Sturz verwickelt zu werden, sehr groß, einfach aufgrund der vielen Fahrer, die hier in einem Pulk fahren. Doch zum Glück ist mir und auch den anderen Teilnehmern, mit denen ich gefahren bin, während der Fahrt nichts passiert (diesmal auch keine platten Reifen).
Sobald sich das Feld also verteilt hatte, nahm für mich das Rennen dann doch recht schnell Fahrt auf und schon nach 12 Kilometern kam der erste nennenswerte Anstieg. Das konnte man auch u.a. daran erkennen, dass sich vor dem Berg eine recht große Gruppe Radfahrer gesammelt hatte. Dort bin ich dann auf die ersten Fahrer aus Startblock A aufgeschlossen.
Jedoch musste ich den Berg ja auch erst mal hochfahren. Da galt für mich: konzentriert, kontrolliert, diszipliniert. Ja nicht schon am Anfang gleich die Beine übersäuern. Oben angekommen, ging es quasi auch schon direkt in die Abfahrt. Da habe ich mir nur gedacht: „Scheiße, das ist verflucht schnell. Jetzt wünsche ich mir am liebsten doch noch eine weitere Speiche mehr am Laufrad“. Das war aber auch kein Wunder. Das letzte Mal, dass ich über 60
km/h auf dem Tacho hatte, war auch hier bei der Tour d ́Energie und somit schon ein Jahr her.
Nach der Abfahrt hatte ich dann eine sauschnelle Gruppe von acht Radfahrern gefunden, die alle ordentlich Tempo gemacht haben. Als ich mich dieser Gruppe angeschlossen hatte, hat das Rennen gleich noch mal richtig Fahrt aufgenommen. Es war regelrecht ein reines Tempo-Gebolze.
Wir sind schön in Einerreihe gefahren und haben uns regelmäßig mit der Führungsarbeit abgewechselt. Dabei war ich einer der schwächeren Fahrer, so dass sich die anderen, wenn ich vorne fuhr, gleich doppelt ausruhen konnten. Einmal, weil alle schön im Windschatten fahren durften, aber auch wegen dem „niedrigen“ Tempo von „nur“ 45 km/h.
Während die Tour durchs Flache weiterging, wurde unsere Gruppe auch immer etwas größer durch neue Radfahrer, die wir unterwegs einsammelten. So konnte ich mich gut für die nächsten Anstieg regenerieren, und als wir dann endlich den nächsten Berg erreicht hatten, gehörte ich in meiner Gruppe schon zu den schnelleren Fahrern.
Andere Teilnehmer neben mir, die in der Ebene noch ganz gewaltige Wattwerte aufs Pedal gedrückt hatten, hatten plötzlich richtig Schwierigkeiten mit der Gruppe den Berg hochzufahren. So hat sich die Gruppe wieder ein Stück auseinander gezogen und wir haben uns Kehre für Kehre in den Berg hochgeschraubt. Während des Anstiegs konnte ich auch immer mal wieder zu einzelnen Radfahrern aufschließen.
Doch auch dieser Anstieg ging irgendwann zu Ende, und als die Abfahrt kam, habe ich dort viele „alte Bekannte“ wieder getroffen bzw. wurde mit erheblichem Geschwindigkeitsüberschuss überholt.
Bevor es nach Ende dieser Passage aber direkt mit Anstiegen weitergehen konnte, kam erst einmal der, von vielen bestimmt auch schon lang erwartete, flache Streckenabschnitt in der Ebene, ein paar Kilometer direkt an der Weser entlang. Hier habe ich mich einer schönen, einheitlichen Gruppe angeschlossen und konnte meine Kräfte für die nächsten Anstiege regenerieren. Die Weiterfahrt verlief soweit auch ohne Zwischenfälle, bis zum Punkt, an dem der Bergsprint am Hohen Hagen nur noch 10 km entfernt war.
Die Bergwertung am Hohen Hagen: Der letzte Anstieg und für viele der eigentliche Höhepunkt des Rennens. Alle Rennradfahrer sprinten hier den zwei Kilometer langen Anstieg hoch, darauf aus, die eigene oder die Bestzeit von Freunden oder Teamkollegen zu schlagen. Nach dem Anstieg geht es bis zur Zielgeraden quasi nur noch bergab, solange, bis man verdient durchs Ziel rollt.
Doch ich befand mich da ja immer noch 10 km vor der Bergwertung entfernt. Als ich gemerkt hatte, dass es nicht mehr weit hin ist, habe ich schon damit angefangen, etwas Tempo rauszunehmen um meine verbliebenen Kräfte zu sammeln. Als dann der Startbogen in Sicht kam, konnte man auch die Fans sehen und hören. Ihre Stimmung war genauso groß, wie der Berg hoch war.
Der letzte Anstieg war natürlich auch mit am schwierigsten, und ich bin noch mal ordentlich ins Schwitzen gekommen. Umso schöner war es natürlich oben angekommen zu sein und zu wissen: „Jetzt geht es die letzten 20 Kilometer quasi nur noch bergab“.
Das bedeutet aber natürlich auch, dass die insgesamt 1000 Höhenmeter in nur 80 statt 100 Kilometern überwunden wurden. Egal, was geschafft ist es geschafft. In der Abfahrt hatte sich dann auch wieder recht schnell eine Gruppe gebildet. Zuerst bestehend aus ca. 20 Fahrern sind dann doch immer wieder andere Fahrer zu uns aufgeschlossen, von denen ich gar nicht wissen möchte, wie schnell sie in der Abfahrt waren. Doch trotzdessen konnte sich bis zum Ziel keiner mehr von der Gruppe absetzen.
Der letze Kilometer war meiner Meinung nach sowieso einer der Schönsten. Die Fans vor dem Ziel erwarteten einen mit einer grandiosen Stimmung, und nach der Zieldurchfahrt hat man sich zufrieden und glücklich abgeklatscht.
Hinter der Ziellinie wurde man von Einbecker erwartet, die den Sportlern ihr gesamtes Sortiment aufgeboten haben, wovon ich mir ein wohlverdientes Finisher-Bier gegönnt habe. Doch damit noch nicht genug Verpflegung. Das Orgateam hat allen Teilnehmern noch nach dem Rennen in den Zelten unbegrenzte Portionen Pasta angeboten, und dieses Angebot habe ich natürlich auch wahrgenommen und sechs Teller gegessen.
Dabei habe ich mich noch ca. eine Stunde mit anderen Fahrern unterhalten, bevor es auch für mich endgültig zurück nach Hause ging.

Mein Fazit:
Es ist eigentlich schade, dass das schönste Jedermannrennen, welches ohne Zweifel ein Saisonhöhepunkt ist, direkt am Anfang des Jahres stattfindet und somit schon so schnell vorbei ist. Wer sich jetzt immer noch nicht richtig vorstellen kann, wie das Rennen verlief, sollte sich am besten das ein oder andere Video auf YouTube ansehen, es lohnt sich wirklich.
PS. Die Anmeldung für die Tour d ́Energie 2026 startet im Januar nächsten Jahres.
- Details
- Kategorie: Radsport
von Jörg
nach vielen Jahren der Abstinenz (seit 2019) habe ich mich mal wieder an eine RTF gewagt.
Wegen des angekündigten Wetters wurden es dann doch weniger Mitstreiter aus der Ausdauersparte, als zuerst gedacht. Aber zumindest Kerstin war mit von der Partie.
Die Veranstaltung in Syke bietet für jeden etwas: MTB, Gravel & Road, immer zwei Streckenlängen. Kerstin und ich haben uns für die 79 km auf der Strasse entschieden, wobei bei mir noch zusätzlich die An- und Abreise mit je 20 km on Top kamen.
Start war um 10 Uhr und pünktlich setzte der angekündigte Regen ein. Wobei Regen konnte man das eigentlich nicht nennen - es war eher so ein Sprühnebel, ganz erfrischend und so wenig, dass es sich nicht einmal lohnte die Regenjacke über zu ziehen. Bis zur ersten und einzigen Ampel fuhren wir als geschlossener Verband. Es ging zügig los und sehr schnell fand ich mich am Ende des Feldes wieder. Dann gab es noch eine Überraschung - wir hatten einen Zaungast. Jan-Ole stand unterwegs auf dem Radweg und wollte uns ein paar hundert Meter begleiten. Wir haben uns ein paar Minuten nett unterhalten, bis er wieder ausscheerte und nach Hause abbog.
Inzwischen waren wir nach hinten aus dem Feld gefallen. Vor uns eine Dreiergruppe, an die wir uns geklemmt haben. Aber irgendwie klappte das auch nicht so richtig und wir waren wieder allein. Doch ein paar Kilometer weiter entdeckten wir vor uns eine größere Gruppe und wollten da ranfahren. Bei Gegenwind und nach wie vor Nieselregen gaben wir alles und kamen dichter.
Aber mein Puls war nur noch im roten Bereich und ich musste klein bei geben.
Kerstin blieb bei mir und machte fast die ganze Führungsarbeit. Ich hatte mein Pulver bereits nach 30 km verschossen und hatte Schwierigkeiten an Kerstin dran zu bleiben.
Bei der Verpflegungsstation in Heiligenfelde hatten wir die Chance wieder mit einer größeren Gruppe loszufahren. Aber schon nach ca 500 Metern, bei einer kleinen Steigung, konnte ich nicht mehr mithalten. Mein Vorschlag an Kerstin, sie solle die Gruppe halten, ich komme auch alleine zurecht, wurde nicht angenommen. Kerstin hatte Mitleid mit mir und hat immer wieder gewartet. Oder mit anderen Worten, sie hat sich an den Trainingsplan gehalten, auf dem stand 3 Stunden locker mit Verpflegen während der Fahrt üben. Tja, bei Kerstin 3 Stunden locker waren bei mir 3 Stunden mit fast Maximalpuls.
Zwischenzeitlich hatten wir zum Glück auch viel Rückenwind und es lief eigentlich ganz gut. Ein paar versprengte FahrerInnen sammelten sich kurzfristig zu eine 5er Gruppe. Aber mein Problem mit den Steigungen...
Nach fast genau 3 Stunden erreichten wir wieder das Ziel und konnten uns mit Getränken und Bratwurst stärken. Dann noch zurück nach Hause und die 120 km waren voll.
Vielen Dank Kerstin für deine Nachsicht. Auch wenn es etwas frustierend war, dass ich die Gruppe nicht halten konnte, war es eine schöne Ausfahrt.
Sollte also jemand Lust haben sich an einer RTF auszuprobieren, aber eher 25-26 km/h und nicht 30-40 km/h fahren möchte, kann er/sie mich gerne ansprechen (Nienburger Mittelweser RTF am 27.04.25).
- Details
- Kategorie: Radsport
von Tim
Am Sonntag, den 30. März 2025, machten sich das Trio aus – Tim, Carsten und Tim – auf den Weg nach Wildeshausen, um an der dritten Auflage der Wilden Geest teilzunehmen. Auf dem Programm stand die 55 Kilometer lange Strecke durch die abwechslungsreiche Landschaft der Wildeshauser Geest.
Das norddeutsche Frühjahrswetter zeigte sich dabei von seiner typischen Seite: kräftiger Wind begleitete uns, dazu kamen immer wieder kurze, teils heftige Regenschauer. Doch genau das machte den Reiz dieses Gravel-Events aus – es wurde ein echtes Naturerlebnis mit sportlicher Herausforderung.
Die Route führte über Schotterwege, Waldpfade und kleine Nebenstraßen, gespickt mit einigen sandigen Passagen, die Konzentration und Technik forderten. Trotz der Bedingungen blieb die Stimmung im Team hervorragend. Gemeinsam meisterten wir jede Kurve, jeden Regenschauer und jede Windböe.
Am Ende kamen wir zufrieden und gut durchgepustet ins Ziel, dort wartete eine warme Erbsensuppe und leckerer Butterbuchen. Ein tolles Erlebnis, das uns einmal mehr gezeigt hat, wie viel Spaß der Sport auch abseits des Asphalts machen kann.
Wir freuen uns schon auf die Wilde Geest 4.0 in 2026.
- Details
- Kategorie: Radsport
von Kerstin
Dieser Bericht beginnt quasi im November 2023 als wir – als Teilnehmende der TK Cycling Tour in Bremen - eine Mail vom Veranstalter der „Deutschland Tour“ bekamen, in dem ein exklusiver 50%-Rabatt für die Anmeldung/Teilnahme bei einer „befreundeten“ Veranstaltung in Dänemark angeboten wurde: die „L’Etape Denmark by Tour de France“… die Ausschreibung hörte sich vielversprechend an: es gab verschiedene Streckenlängen von Flensburg bis Viborg – was insgesamt 300km sind, aber auch weitere Startpunkte entlang der Strecke, so dass die zu fahrende Distanz jeweils kürzer wurde: 160km, 125km, 75km oder auch „nur“ 50km.
Es wurde kurz mit dem Coach und dem Gatten beraten und schon waren wir drei dabei – bzw. wir vier, weil Silvia als Shuttle-Beauftragte auch in die Planungen „einbezogen“ wurde.
Wie oben beschrieben, geht die Strecke nur Richtung Norden, so dass es eine gewisse logistische Herausforderung ist, nach vollbrachter Leistung wieder zurück zu kommen (wobei der Veranstalter auch eine Transport-Option angeboten hat, die wir aber dann nicht in Anspruch genommen haben).
Am letzten Freitag ging es dann schon einmal los: Flensburg erwartete uns mit schönem, aber recht windigem Wetter – das könnte „lustig“ werden, aber laut Vorhersage sollte der Wind nachlassen und zudem auf Südwest drehen, was definitiv in unserem Sinne wäre!
Der Samstagmorgen startete früh: um 05:15 klingelte der Wecker, um 06:30 verließen wir die Ferienwohnung – Jens bereits voll „angehost“ und mit dem Rad zum Start am Schifffahrtsmuseum direkt an der Förde, wo er um 07:18 (!) auf die 300km-Strecke gehen würde.
Ich stieg erst einmal ins Auto (das Rad auf dem Träger), um Martin (& sein Rad) abzuholen, um zu unserem Startort Vejen zu fahren, wo wir gegen 08:20 als einige der Ersten eintrafen: es war noch ausreichend Zeit, um die Startunterlagen abzuholen, sich mit Kaffee zu stärken und das Rad und sich selbst startklar zu machen.
Um kurz vor 09:30 begaben wir uns in die Startaufstellung und hielten einen kurzen Plausch mit einem deutsch/dänischen Pärchen, bevor es auch schon in einer Kleingruppe von ca. 20 Fahrern los ging.
Relativ schnell stellte sich heraus, dass diese Gruppe tendenziell etwas zu schnell für uns war, so dass wir sie ziehen ließen und Martin für uns beide das Tempo machte und aufpasste, dass wir uns nicht gleich zu Beginn (und auch nicht im weiteren Verlauf) „abschießen“ würden.
Die Streckenführung ging teilweise über wunderbare Fahrradwege, aber überwiegend über kleinere Nebenstraßen durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Die Beschilderung war ebenfalls hervorragend und es fuhren „Marshalls“ auf Motorrädern durchs Feld und sicherten, neben weiteren Helfern, an Kreuzungen den Verkehr.
Der Wind hatte die Vorhersage wohl auch gehört und sich entsprechend auf Südwest gestellt, so dass er uns – glücklicherweise – die meiste Zeit von hinten anschob!
Insgesamt gab es auf unserer Strecke 4 Verpflegungspunkte, an denen wir jeweils kurze Stopps einlegten, um kurz die Beine und den Rücken zu lockern und uns am reichhaltigen Büffet zu stärken. Die Organisation der VPs lag jeweils in der Hand von lokalen Fahrradclubs, die ein abwechslungsreiches Angebot vorbereitet hatten, die für alle Geschmäcker etwas zu bieten hatten: süß, salzig, warm, kalt, frisches Obst und verschiedene Getränke – alles super organisiert und sehr freundlich!
Wir fuhren meist zu zweit, manchmal schloss sich ein weiterer Fahrer an, und ab und zu gelang es uns, uns - für einige Zeit – an eine „aufgefahrene“ Gruppe dranzuhängen.
So ging es weiter, immer leicht „rollend“ durchs wunderschöne Jütland – wer denkt, dass Dänemark flach ist, liegt falsch: insgesamt hatten wir auf den 160km gut 1200 Höhenmeter zu bewältigen! Und ganz nach Art der Tour de France gab es auch vier „Berg“- und zwei „Sprint“-Wertungen – wobei wir diese „ignoriert“ haben.
Auch wenn es insgesamt an der Strecke nur relativ wenige Zuschauer gab, waren diese Wertungspunkte immer Stimmungsnester und verbreiteten einen Hauch „Tour-Feeling“.
Ziemlich genau 15:00h fuhren wir im Zentrum von Viborg über die Zeitmatte, von wo aus es noch ein gutes Stück über einen roten Teppich (!) durch die wunderschöne Fußgängerzone bis zum „Paradeplatz“ ging, wo wir unsere Finisher-Medaillen in Empfang nehmen durften, ein Selfie machen und ein erstes Getränk zu uns nehmen konnten.

Silvia meldete sich kurze Zeit später und wir verstauten unsere Räder im Vito und zogen uns kurz um, bevor wir zurück zum Veranstaltungsgelände gingen, um auf Jens zu warten.
Es gab leckere dänische Würstchen und Pommes, um den Energie- und Salzhaushalt auszugleichen und einen kurzen Anruf von Jens, der sich von „seinem“ vorletzten Verpflegungspunkt meldete – so konnten wir davon ausgehen, dass er gegen 18:00 im Ziel sein würde.
Und so kam es auch: nach insgesamt 10:50h auf der Strecke und einer Fahrzeit von etwas über 10h hatte er die 300km geschafft!
Nach einem kühlen Tuborg und ebenfalls einer Wurst für ihn, traten wir den Rückweg über Vejen (wo wir unser Auto „einsammeln“ mussten) nach Flensburg an.
Ein wunderschöner Tag!
- Details
- Kategorie: Radsport
von Martin
Juni 2023, beim Heavy24 24h-MTB-Rennen in Chemnitz bin ich zusammen mit drei anderen FahrerInnen für das Rennen in der Kategorie 4er-Mixed gemeldet. Kurzfristig springen alle ab, wir sagen das Rennen ab. Der Veranstalter zeigt sich kulant, Startplätze auf 2024 geschoben, let´s go! Leider haben zwei der vier FahrerInnen kein Interesse mehr, was aber schnell mit Ersatz kompensiert werden kann.
Mai 2024, eine der Fahrerinnen muss krankheitsbedingt absagen. Kein Ding, wir fahren dann halt zu dritt.
Drei Tage vor dem Rennen die nächste Absage und kurz darauf die weiße Fahne, auch der letzte verbliebene Mitstreiter ist raus, will sich das Rennen im Zweierteam nicht antun.
Da stand ich also plötzlich allein da, alle Vorbereitungen waren fast abgeschlossen. Ein neues, Bike, neue Reifen, Lebensmittel gekauft, Material geliehen und alles sorgfältig gepackt.
2019 startete ich schon einmal in Chemnitz, Zweierteam, Abbruch nach 18h, der Teampartner mit Magenproblemen komplett am Ende. Unfinished business, viel Aufwand, Frust, Ärger, ein Entschluss, ich fahre solo, ohne Ambitionen, mache meinen Frieden mit dem Rennen.
Vor Ort am Rabensteiner Stausee bin ich nicht allein, ein Zweier-Mixed-Team hat einen großen Pavillon, in den ich mit "einziehen" darf. Auch dieses Team hat keinen Betreuer, wir richten also alles für Selbstversorgung ein.
"Was man im Training nicht vorbereitet hat, das kann man im Wettkampf auch nicht abrufen." Diesen Satz haben einige AthletInnen schon von mir zu hören bekommen. Ich weiß, dass ich nicht fit genug bin, um etwas in der Gesamtwertung zu reißen, ich kann es also entspannt angehen.
Das Rennen startet Samstag 12 Uhr, ich fahre drei Runden am Stück, mache Pause, verpflege mich, fahre noch einmal drei Runden. In der dritten Runde meldet sich der Rücken, die vielen Wurzeln und die "Vorbelastung" durch langes Sitzen am Schreibtisch machen sich bemerkbar.
Ich wechsle auf zwei Runden pro Turn. Die Zeit vergeht schnell, die Beine sind gut, der Magen spielt mit. Pro Runde sind knapp 10 km mit über 100 hm zu absolvieren. Es gibt drei Passagen mit fiesen Wurzeln, zwei Anstiege, einen richtig g**len Downhill und eine schnelle Abfahrt pro Runde.
Nach vierzehn Runden, es wird bereits dunkel, werden die Verspannungen im Rücken heftiger, eine längere Pause muss her. Ganz halte ich mich nicht an den Plan, fahre gegen 23 Uhr noch die fünfzehnte Runde und beschließe mich auszuruhen und zu schlafen.
Immerhin zweieinhalb Stunden konnte ich schlafen, dann fuhr ich einzelne Runden mit ausreichend Pause, um den Rücken nicht zu sehr zu belasten.

Nach 21 Runden hatte ich fast glatte 200 km auf dem Tacho, knapp über 2800 hm. Für mich reichte das dann, ich hatte meinen Frieden mit dem Rennen gemacht.
Der Sieger der Solofahrer hat unglaubliche 55 Runden geschafft, ist das Rennen fast komplett durchgefahren mit Rundenzeiten, die man sonst bei Zweier- oder Viererteams sieht!
- Details
- Kategorie: Radsport
von Jan-Ole
In ein neues Rennradjahr zu starten braucht immer einen kleinen, feinen Einstieg.
Den Winter haben wir im Dreck verbracht, nun war es wieder Zeit für Asphalt und Slicks.
Mein Gedanke: 200 Kilometer. Klangvoll. Ein paar Höhenmeter müssen sein, logisch... Und dann noch treffend sagen zu können, dass man übern Deister ist; Perfekt!
Also habe ich mich umgehört wer Interesse hat und natürlich war ein Ansturm zu bändigen. So sind wir dann an einem Samstagmorgen zu zweit bei 5 grad aufgebrochen, mit Taschen voller Nahrung und mächtig Bock.
Die ersten 95km waren von erträglichem Gegenwind und Sonne geprägt. Die Temperaturen stiegen langsam und wir konnten uns nach und nach entzwiebeln.
Dann kamen die ersten Anstiege. Mit netten 4-5% erträglich. Hendrik fährt gern hoch, ich nutze meine Motorraderfahrung lieber bei den Abfahrten voll aus.
Nach dem Nienstedter Pass eine ausgedehnte Pause mit einigen Espressi und dann ab zum Bückeberg!
Hier zeigte sich Komoot dann von seiner Dunklen Seite. Der Anstieg war fies. 10-15% und Untergrund von Rennrad bis Enduro-Mountainbike.
Die Abfahrt vom Bückeberg war herrlich. Erst mit 65 km/h die Früchte harter Arbeit ernten, dann die große Überraschung: Carsten! Eigentlich ausgefallen weil krank, ist er uns entgegengefahren, super cool!
Der Rückweg war dann entspanntes Rollen mit Rückenwind. Eine "Abkürzung" bei Kilometer 180 endete in einem Moor und kostete nochmal ordentlich Körner. Also nochmal Espressi und Cola nachschieben!
Der dann drohende Regen fiel dabei und nach dem Stop konnten wir ohne von oben nass zu werden die Tour beenden.
Bilanz: 201km, 1111hm, 27,1er Schnitt, siebeneinhalb Stunden im Sattel. Die Saison kann kommen!

- Details
- Kategorie: Radsport
von Martin
Auf der Suche nach ein paar Sonnenstunden und wärmeren Temperaturen sind wir als Familie für eine Woche in den Urlaub nach Rabland/autonome Provinz Bozen gefahren. Dieser Ort liegt fast am östlichsten Ende des Vinschgaus (Val Venosta), in dessen oberem westlichen Ende am Reschenpass die Etsch entspringt.
Zufällig hatte ich natürlich mein Rennrad dabei und machte mich am zeitigen Vormittag auf den Weg gen Westen, dem Ursprung der Etsch entgegen. Durch das Vinschgau führt ein Radweg, fernab der hochfrequentierten Staatsstraße, die das Tal als einzige Verbindung durchzieht.
Der Radweg ist so breit wie eine Straße und durchweg gut asphaltiert. Ein paar kurze Abschnitte Naturstraße stellen kein Problem dar, selbst für Rennradreifen. Stetig ansteigend verläuft der Radweg durch unzählige Apfelplantagen, vorbei an Burgen, Burgruinen, großen und kleinen Höfen und immer in Sichtweite die Etsch.
Entlang der Strecke gibt es zig Einkehrmöglichkeiten, bei denen man sich mit köstlichen lokalen Spezialitäten, wie z.B. Vinschgauer Brot mit Speck, stärken kann. Nach links und rechts zweigen immer wieder Seitentäler ab, die auch zu schönen Touren mit dem Rennrad einladen, allerdings nur für bergfeste FahrerInnen geeignet sind.
Da sind z.B. das Martelltal und das Schnalstal, wo man sich bei zweistelligen Steigungsprozenten beweisen kann.
Nach ca. 40km hat man Prad erreicht, von wo aus die Steigung zum Stilfser Joch beginnt. Meine Tour verlief allerdings weiter in Richtung Glurns, einem sehenswerten Örtchen am Fuße des Reschenpasses.
Hier beginnt der Aufstieg auf ca. 1500m, allerdings nicht so gleichmäßig wie mit dem Auto auf der Straße. Der Radweg verläuft zunächst leicht ansteigend, wartet aber bei den malerischen Örtchen Schleis und Burgeis mit heftigen Rampen im zweistelligen Prozentbereich auf. Man passiert nun einen kleineren See und fährt von unten an die Staumauer des Reschensees an. Wenn man die Steigung hinauf gemeistert hat, bietet sich ein schöner Blick über den See oder gen Süden auf das Ortlermassiv.
Die Seeumrundung ist ein Traum für Radfahrer, sollte man mal gemacht haben! Ab Graun, da steht der Kirchturm im Wasser, nutzte ich allerdings die Straße, da unter der Woche wenig Verkehr war.
Wieder auf Höhe des unteren Sees angekommen, bog ich von der Hauptstraße ab und fuhr östlich des Reschenpasses eine Nebenstrecke in Richtung Mals, ein Geheimtipp, den ich vor Jahren von einem einheimischen Guide bekommen hatte.
Die Abfahrt nach Mals durch den Wald ist der Oberhammer, Bremse auf, Kopf runter! 82km/h zeigte der Tacho in der Spitze auf diesem kurzen Abschnitt. In Mals hatte meine Lieblingseisdiele leider geschlossen, weshalb ich weiter nach Glurns rollte und mich mit Capuccino und Kuchen stärkte.
Den stetig abfallenden Rückweg ließ ich locker angehen, da meine Beine schon ordentlich kaputt waren.
Insgesamt standen 139km und 1448hm zu Buche. Das Vinschgau ist ein Traum für Radfahrer, auch Tourenradfahrer und Mountainbiker kommen hier voll auf ihre Kosten.

- Details
- Kategorie: Radsport
von Michael
Das Wetter war top, das Essen u Trinken lecker u regenerativ. U die Truppe hatte Spaß. Das war der Ultra-Kurz-Reisebericht im Poskarten-Style

- Details
- Kategorie: Radsport
von Jörg
Als ich nach meiner Hüft-OP im März aus der Reha zurück kam, habe ich mir zum Ziel gesetzt in 6 Monaten wieder 100 km Rad zu fahren.
Mit toller Physio & Reha-Sport an den Geräten wurde meine Muskulatur wieder in Form gebracht.
Am 28.4.2023 bekam ich von der Orthopädin grünes Licht fürs Radfahren.
Der Plan war sehr einfach: immer am Wochenende eine Ausfahrt und langsam steigern.
Im April 30-35 km, im Mai ca 50 km, Juni 60-65er Runden, Juli 70-75 km, August in die 80er und das große Finale im September mit 100km.
Ja, ich habe es geschafft. Allerdings muss ich zugeben, dass meine Kraft und Kondition zur Zeit nur für 80 km reichen, den Rest bin ich nach Hause gelitten.
- Details
- Kategorie: Radsport
von Kerstinn & Hendrik
Bereits seit Wochen waren die Lokalzeitungen voll von Vorankündigungen und -berichten zur „Deutschland-Tour“, einem 5-Tages-Etappen-Rennen für Rennrad-Profis und den beiden sogenannten „Jedermann“-Rennen, die zwei Strecken im Großraum Bremen im Angebot hatten. 
Nachdem ich bereits in 2019, gemeinsam mit meinem Mann, bei der Abschlussetappe in Erfurt dabei gewesen war, waren wir gleich Feuer und Flamme quasi vor unserer Haustür wieder dabei sein zu können und waren seit Anfang März bereits angemeldet.
Hendrik hatte sich erst später entschlossen, auch dabei zu sein und so standen wir am Sonntag um ca. 08:40 „in den Startblöcken“ in unmittelbarer Nähe des Weserstadions: Jens und ich hatten für uns eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 33km/h angepeilt, so dass wir aus Startblock 2 heraus starteten.
Hendrik hatte aufgrund seiner noch geringen Erfahrung in punkto Gruppenfahrten eher konservativ geplant und fand sich in Startblock 6 wieder.
Der besondere Reiz lag darin, dass die Strecke in großen Teilen über uns bekannte Wege führen würde – aber erfreulicherweise auf komplett gesperrten Straßen und eben in großen Gruppen!
Los ging’s auf dem Osterdeich und dann über die „Erdbeer-Brücke“ durch Arsten in südlicher Richtung raus aus Bremen: ein Blick auf den Radcomputer zeigte gleich einmal, dass es sich in der Gruppe deutlich leichter fährt – die bange Frage, die ich mir gleich zu Anfang stellte, war, ob bzw. wie lange ich wohl mit fast 40 km/h würde fahren können!?
Südlich der Weser wurde zunächst die B6 und dann auch die A1 gequert, bevor es ländlich wurde: über Dreye durch Weyhe nach Okel zur “Bergwertung” - viele Höhenmeter hatte die Strecke nicht zu bieten, aber darum ging es auch gar nicht.
Zu diesem Zeitpunkt war das Feld um mich herum etwas weiter auseinandergezogen, aber bereits in Schnepke fanden sich wieder eine Menge Mitstreiter, mit denen es sich ganz hervorragend rollen ließ. In Gödestorf trennten sich die Wege der beiden Starterfelder dann: die 60 km-Gruppe bog links auf die Bremer Straße, während die 106 km-Gruppe nach rechts in Richtung Schwarme fuhr. Dort war dann das erste Mal (außerhalb von Bremen) so Richtung Stimmung: in der Kurve bei der Classic-Tankstelle gab es eine große “Fankurve” aus der Sparte und auch danach gab’s etliche Zuschauergruppe bei der Ortsdurchfahrt, die ordentlich Stimmung machten und uns anfeuerten!
Ein ähnliches Bild bot sich (natürlich) auch in Martfeld und Loge – Begeisterung pur und manches bekannte Gesicht. Weiter ging es über Schierholz in Richtung Hoya – am Verpflegungspunkt dort waren Anke und Christof im Einsatz, die ich allerdings nur im Vorbeifahren gesehen habe... anders Hendrik, der sich den kurzen Stopp gönnte und einen kleinen Plausch hielt. Von dort aus ging es dann quasi schon auf den “Rückweg”: über Mehringen, Ubbendorf, Hilgermissen, Magelsen und Oiste bis zur L203 - überall standen Zuschauer in den Orten und zum Teil waren auch die Grundstücke geschmückt, fast ein bisschen wie Tour de France!
An der Mühle in Blender waren wieder Menschenmassen (das mag auch am Getränkeangebot gelegen haben), in der Kurve in Hiddestorf waren wieder alle Anwohner auf den Beinen, um uns voranzutreiben, genau wie in Wulmstorf. Dort ging es dann links in Richtung Beppen – die Sicherung der Verkehrsinsel am Ortsausgang hatte Kristina sich zur Aufgabe gemacht und winkte die Teilnehmer sicher links und rechts um das Hindernis herum! Durch den Beppener Bruch ging es nach Thedinghausen, links und wieder rechts Richtung Adliges Holz und auch dort war eine große Party im Gange! Kurz danach wurden die beiden Strecken wieder zusammengeführt, allerdings waren nicht mehr viele Teilnehmer der 60 km-Runde unterwegs, so dass nur vereinzelt “Überroll-Manöver” gefahren werden mussten. Über Dibbersen und den Querdamm ging es weiter in Richtung und durch Ahausen.
Der Himmel hatte sich zwischenzeitlich ein wenig zugezogen und auch der Wind hatte etwas
aufgefrischt, so dass wir uns in der zwischenzeitlich kleineren Gruppe mit der Führungsarbeit abwechselten. Glücklicherweise kam aber plötzlich eine größere Gruppe von hinten “angerauscht”, an die wir uns erfolgreich dranhängen konnten und schon ging das Tempo wieder deutlich hoch – zumal quasi auch schon “Stallgeruch” zu wittern war und es nur noch “wenige” Kilometer bis zum Ziel waren.
Leider begann es auf dem Osterdeich dann doch noch zu regnen und auch im Zielbereich war die Stimmung wetterbedingt etwas getrübt - im Sonnenschein wäre es sicherlich schöner gewesen und man hätte noch länger verweilen können/wollen, aber so sind wir relativ zügig zurück zum Auto gerollt und nach Hause gefahren.
Auf der Fahrt habe ich dann mit Hendrik telefoniert und der war auch völlig begeistert von dem “Erlebnis Weserrunde”, war er doch mit einem 35er-Schnitt und unfallfrei “durchgekommen” und das bei seiner ersten Tour dieser Art! Bei mir stand am Ende ein Schnitt von etwas über 37km/h auf der U(h)rkunde – geht doch!
Zuhause wurde der restliche Nachmittag dann gemütlich auf dem Sofa vor dem Fernseher verbracht, um den Profis zuzusehen, die jetzt auf “unsere” Strecke fuhren. Insbesondere die Live-Bildern waren natürlich auch eine tolle Werbung für unsere Region! Wir werden auf jeden Fall im Auge behalten, wo die Deutschland-Tour im nächsten Jahr stattfinden wird und es ist nicht ausgeschlossen, dass wir auch dort wieder am Start sein werden.
Aber diese Ausgabe war wirklich besonders, eben weil es ein Heim-Rennen war – das Grinsen schleicht sich immer noch ins Gesicht! 😉
- 24h-MTB-Rennen im Landschaftspark Nord Duisburg
- 33. Barrier RTF - "Butterkuchenfahrt"
- Drei Tage Action im Norden
- Vätternrundan 18.06.2022 - 315 km um den Vätternsee/Schweden
- Ich fahre (nach) Italien nach
- Sella Ronda
- Bikepacking Nord-Ostsee-Kanal
- Rennradtour Cortina d´Ampezzo im August 2020
- Stoneman Miriquidi Road C-Edition
- Orbit360 Bremen




