von Kerstin
Das vergangene Wochenende war der „krönende Abschluss“ der knapp einjährigen Zeit der Vorbereitung: alle paar Wochen hatte sich das Orga-Team getroffen, um die Erkenntnisse aus der vorherigen Veranstaltung in die Planungen einfließen zu lassen und Wünsche, Anregungen und eigene Erfahrung umzusetzen.

Am Freitag, 25.09., um 15:00 Uhr, ging es dann daran alles aufzubauen und vorzubereiten: Rasenteppich in der Halle auslegen, Bierzeltgarnituren und Stühle von der Feuerwehr rüber zu schleppen und aufzubauen, alle Lebensmittel und Getränke in die Halle zu schaffen und entsprechend zu positionieren, das Foyer als „Küche“ und „Check-in und Zeitnahme“ einzurichten.
Dank vieler fleißiger Hände waren wir pünktlich zum geplanten Start des Vorabend-Check-Ins und der Pasta-Party um 17:30 Uhr bereit, unsere ersten AthletInnen zu begrüßen!
Und gleich als erstes war unser am weitesten gereister Gast vor Ort: Megan Andrews war eigens aus Australien angereist, um sich beim Kleeblattultra für ein anderes Ultra-Rennen zu qualifizieren. Des Weiteren hatten wir mit Tanya Ostapenko eine Athletin am Start, die ursprünglich aus den USA stammt, aber seit letztem Jahr auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt – der Kleeblattultra ist nach den niederländischen Teilnehmenden im Vorjahr also noch internationaler geworden!
Der Samstagmorgen startete mit dem Check-In/dem Anbringen der Tracker und einem Frühstücksbüffet, bevor gegen 08:30 die Wettkampfbesprechung als Einstimmung auf das Rennen stattfand.
Pünktlich um 09:00 Uhr fiel dann der „Startschuss“ und die 31 AthletInnen machten sich, bejubelt von unzähligen Schaulustigen, auf den Weg: vor ihnen lagen vier Marathons, die als „Kleeblätter“ jeweils in jede Himmelsrichtung einmal um Schwarme herumführten.
Mit am Start war auch wieder Holger Milde, der das Rennen im Jahr 2024 gewonnen hatte, und so war uns klar, dass es wieder „schnell“ werden könnte/würde. Allerdings überraschte uns ein neuer Teilnehmer mit einem sehr zügigen Marathon, als er bereits nach 3:48h als Erster wieder am Base Camp an der Turnhalle ankam – allerdings sollte er diese schnelle erste Runde später leider „teuer bezahlen“.
Über fast drei Stunden zog sich die Ankunft der AthletInnen von der ersten Runde hin.
Bereits um kurz nach 17:00 Uhr kam der Führende dann bereits vom zweiten Kleeblatt zurück: es wurde sich nicht lange aufgehalten und bereits sieben Minuten später war er in die dritte Runde gestartet. Ursprünglich hatten wir den Verpflegungspunkt 3 ab 20:00 Uhr besetzen wollen, aber bei dem Tempo, musste das Helfer-Team früher ausrücken: bereits um 19:25 Uhr wurde der VP3 zum ersten Mal durchlaufen und es dauerte dann bis 01:36 Uhr (dann schon Sonntagmorgen), bis der letzte Läufer dort vorbeikam.

Und keine Stunde später, um 02:20 Uhr morgens, kam der Sieger im Schein des Vollmondes zurück auf den Mühlenweg und lief mit einem neuen Streckenrekord von 17:20:16h ins Ziel!
Es sollte gut 12 weitere Stunden dauern, bis auch der letzte Athlet um 14:23 Uhr nach knapp 29 ½ Stunden das Ziel erreichte – aber auch und insbesondere dieser Läufer wurden von den anwesenden Helfern, dem Orga-Team und den übrigen Zuschauenden frenetisch gefeiert!
Zwischenzeitlich waren natürlich auch die vier Frauen im Ziel: die Siegerin stellte mit einer Zeit von 19:24:37h ebenfalls einen neuen Streckenrekord auf, der ziemlich genau vier (4!) Stunden schneller war als der bisherige!
Im Laufe des Rennens mussten insgesamt 11 Teilnehmende „die Segel streichen“: trotz intensiver Vorbereitungen und auch der nötigen mentalen Stärke, gab es für jede/n verschiedene Gründe, das Rennen vorzeitig zu beenden – 100 Meilen oder 160 Kilometer sind eben kein „Pappenstiel“ und allen, die sich an dieses Abenteuer gewagt haben, gebührt unser Respekt und Dank, dass unsere Veranstaltung ein Teil ihrer Erfahrung sein durfte!
Während der 30 Stunden, die das Orga-Team und die Helfer am Base Camp bzw. an den Verpflegungspunkten verbracht haben, gab es so viele schöne Erlebnisse und „Geschichten am Rande“, dass es den Rahmen dieses Berichts sprengen würde, aber es gab Wiedersehen zwischen Läufern und Helfern, die ehemalige Schulkameraden waren, oder von weit her angereist waren, um dann festzustellen, dass man aus demselben Ort kommt… das echte Leben halt!
Erwähnenswert ist auch noch die Aktion, bei der die neue elektronische Anzeigentafel auf dem Sportplatz mit dem Rennstart ebenfalls gestartet wurde, so dass jederzeit und weithin sichtbar zu erkennen war, wie lange die LäuferInnen schon auf der Strecke waren – vielen Dank für diese gelungene Überraschung!
Und „last but not least“ noch zwei „Geschichten“, die uns (wiederum) viele positive Rückmeldungen von den AthlethInnen eingebracht haben: die Medaillen für die drei Erstplatzierten wurden während der Veranstaltung von einem Kind, das mit einem Teilnehmenden angereist war, gefertigt: er hat eifrig mit dem Brennstift das Kleeblatt und die Platzierungen auf die Holzscheiben gebrannt und die Bänder eingezogen und weiterhin unsere individuell gestalteten Urkunden, die von den Kindern der Grundschule Schwarme ausgemalt worden sind – dafür auf diesem Wege auch noch ein recht herzliches Dankeschön!
Nachdem der letzte Läufer versorgt war, ging es wiederum mit vielen fleißigen Händen an den „Rückbau“ und das Aufräumen – was erneut reibungslos vonstatten ging, so dass Alle gegen 16:00 Uhr „todmüde, aber überglücklich und beseelt“ nach Hause fahren konnten.
Auf diesem Wege nochmals ein dickes Dankeschön an Alle, die auf die eine oder andere Art und Weise dabei waren – die Athleten waren auch voll des Lobes und die Stimmung war, sicherlich auch dank des wunderbaren Spätsommerwetters, einfach grandios!
Hier noch ein paar „Zahlen, Daten, Fakten“ zum 4. Kleeblattultra
- Das Orga-Team besteht aus fünf Personen
- Am Wochenende waren insgesamt 47 Personen beim Auf-/Abbau, im Base Camp und an den Verpflegungspunkten aktiv
- An Getränken sind ungefähr 40 Kisten an Wasser, Cola/Fanta/Sprite, Apfelschorle und alkoholfreiem Bier „durchgegangen“
- Unsere Lebensmittel-Einkaufsliste umfasste 41 verschiedene Artikel von süß über herzhaft bis salzig und von gesund bis zu „Hauptsache Energie“: Äpfel, Bananen, Gurke, Tomaten, Paprika, Gewürzgurken, Kartoffeln und Kräuterquark, Salzbrezeln/TUC, Schokolade, Haribo, …
- Unsere Unterstützer sollen hier auch nochmals Erwähnung finden:
- Stiftung Rückenwind für die finanzielle Förderung
- Agentur Frau Silberfisch und Herr Hühne für die Beschaffung von Druck- und Bekleidungsartikeln
- Restaurant Browiede am VP3 für die Ausstattung und Suppe
- Firma „Gesundschuh“ für die Finisher-Shirts
- Mein Naturbrot für Brötchen, Brot und Kuchen
- Hof Holste für die Kartoffeln und die Kiste Äpfel
- Kööp In für die Kommissionierung unserer Lebensmittel-Einkaufsliste und die Kiste Bananen
- Honeypower für die beiden Siegprämien und die Gel-Produktmuster
- Das Ambiente hat uns 3x mit jeweils 35 Portionen Pasta und Saucen beliefert
- Wir hatten 39 Anmeldungen, von denen acht Personen vorzeitig aufgrund von Verletzung/Krankheit abgesagt hatten, so dass 31 Personen am Start waren
- Wir hatten somit 20 AthletInnen, die die Herausforderung gemeistert haben und die 160km in einer Zeit zwischen 17:20:16h (neuer Streckenrekord!) und 29:33:55h absolviert haben
Weitere Informationen/News, die Ergebnisse und auch Bilder gibt es auf/über Kleeblattultra-Seite unter https://kleeblattultra.de oder auf Instagram #kleeblattultra_schwarme
Wir freuen uns schon auf den 5. Kleeblattultra in 2027 – der Termin folgt!




