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von Alexandra

Wenn mir im letzten Jahr um diese Zeit jemand gesagt hätte, dass ich dieses Jahr am 12. August an meinem ersten Triathlon teilnehmen würde, dann hätte ich ihm oder ihr wahrscheinlich ins Gesicht gelacht und gesagt:
„Das glaubst Du doch selbst nicht!“

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Und dennoch ist es so, dass genau das passiert ist.

Eigentlich wollte ich nur mal in das Schwimmtraining der Ausdauersparte des TSV- Schwarme reinschnuppern, nachdem ich im letzetn Sommer Erik im Schwarmer Schwimmbad getroffen hatte und er es mir schmackhaft gemacht hat.

Das gefiel mir aber so gut, dass ich mich schließlich entschloss, doch in den Verein einzutreten und nicht nur für die Winterzeit als Kursteilnehmerin am Schwimmtraining teilzunehmen, sondern auch die anderen Angebote der Ausdauersparte auszuprobieren.

Ich fand Gefallen am Athletiktraining und mit der Zeit packte mich der Ehrgeiz, mit dem Lauftraining zu beginnen. Nicht zuletzt, weil alle Spartenmitglieder beim Training immer mal wieder fragten, ob ich denn auch an den Wettkämpfen teilnehmen wollte. Im Frühsommer bot sich dann auch noch die Gelegenheit, ein gebrauchtes Rennrad zu kaufen. Somit konnte ich nun auch am Koppeltraining teilnehmen und probieren, ob ich dem Pensum für einen Triathlon gewachsen bin.

Als dann irgendwann eine Mail von Thorsten kam, in der er fragte, ob wir neu hinzugekommenen an den noch folgenden Wettkämpfen teilnehmen möchten, überlegte ich eine Weile und beschloss dann, es zu wagen!

Also stand er nun am letzten Sonntag für mich an: mein erster Wettkampf als Triathletin. Natürlich war ich sehr aufgeregt.

Glücklicherweise konnten wir zu zweit nach Altwarmbüchen fahren, was mir sehr geholfen hat, ruhig zu bleiben. Frauke hat mir unterwegs so einiges aus ihren Wettkampferfahrungen berichten können und hat mich schon mal eingestimmt.

In Altwarmbüchen angekommen, fanden wir auch gleich einige unserer Team-Mitglieder und Thorsten überreichte uns unsere Starter-Tüte.

Wir versahen Helm und Fahrräder, sowie Startnummernband mit unseren Startnummern. Ich wurde von allen perfekt eingewiesen und unterstützt. Sigrid, Kerstin und Frauke haben mich „an die Hand genommen“ und mir das erste Einrichten in der Wechselzone super leicht gemacht.  Habt vielen Dank dafür, dass ihr mir alles genau erklärt habt und mir immer wieder gesagt habt, dass das sicher alles prima klappen wird!

Wir machten uns mit der Umgebung vertraut, gingen zur Wettkampfbesprechung und dann bald an den Start.

Bevor es losging, wünschte mir noch einmal nach und nach jedes  Mannschaftsmitglied alles Gute und viel Spaß. Das hat mir sehr gut getan, Ihr Lieben. Vielen dank dafür!

Ich startete mit Kerstin, Ralf und Anton in der dritten Welle. Thorsten, Jonas, Stephan, Frauke und Sigrid waren bereits in der ersten und zweiten Welle am Start.

Ich hatte ja schon Respekt vor dem Massenstart beim Schwimmen. Das ging aber dann doch recht problemlos und außer, dass mir einmal jemand von rechts in die Seite geschwommen ist, ist nichts Aufregendes passiert. Für mich ist das Schwimmen die schönste der drei Disziplinen und 700 m sind auch gar nicht so weit. Ich musste immer wieder denken: „Ach, was ist das für ein schöner See! So klares Wasser und so angenehme Temperaturen.“ Es waren 22°C gemessen worden.

Nach dem Schwimmen kam ich problemlos in die Wechselzone und auch das Umsteigen aufs Fahrrad war kein Problem. Ich fand den Weg und habe auf den ersten 4 km sogar zweimal jemanden überholt. Dann ist mir aber leider zweimal kurz hintereinander die Kette abgesprungen, was mich in der Zeit natürlich doch wieder zurückgeworfen hat. Um ein drittes Abspringen der Kette zu vermeiden, bin ich die verbleibenden gut 15 km im hohen Gang durchgefahren, was sich in der zweiten Runde der Radstrecke auch teilweise als anstrengend erwies. Aber es war zu schaffen. Ich fuhr zuletzt immer allein, wurde aber fleißig von den Streckenposten angefeuert, was mich sehr gefreut hat.

Als ich mit meinem Rad wieder in die Wechselzone einlief, feuerten mich bereits Thorsten und Jonas an, die schon wieder angekommen waren. Nun brauchte ich nur noch das Rad abstellen, den Helm absetzen und los ging es mit der 5 km Laufstrecke.

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Diese ging am See entlang. Man hatte also eine schöne Aussicht. Einfach nur das Tempo gut halten und bald wäre es geschafft. Als das Schild 1 km kam, hatte ich das Empfinden, ich sei bereits 2 km gelaufen. Aber ich merkte, dass ich es trotzdem schaffen würde, ins Ziel zu laufen. Ich genoss die Strecke so gut es ging, obwohl ich mich bei 3 km dabei ertappte, wie ich dachte: „Eigentlich würde ich die letzten 2 km lieber schwimmen!“ Aber das war ja nun mal nicht möglich, also lief ich weiter. Auf dem letzten Kilometer versuchte ich noch einmal, das Tempo etwas anzuziehen und dann war ich endlich auf der Zielgeraden. Ich werde sicher nie vergessen, was das für ein Gefühl war, als ich unter den jubelnden Zurufen meiner Mannschaftsmitglieder : „Super Alex, klasse, Du hast es geschafft!“ ins Ziel einlief. Und weil ich mir in dem Moment nicht sicher war, ob ich noch einmal in die Wechselzone laufen musste, lief ich erst einmal weiter, bis Frauke mich netterweise stoppte. Ich hörte noch, wie der Stadionsprecher durchsagte: „Und die Startnummer 234, Alexandra Wille, hört gar nicht auf zu laufen...“

Ich hatte es tatsächlich ohne Verletzung oder Disqualifikation ins Ziel geschafft!

Alle beglückwünschten mich noch einmal für meine persönliche Leistung.

Leute, vielen Dank!!

Wir machten zum krönenden Abschluss noch ein Mannschaftsfoto, bevor wir uns später wieder auf den Heimweg machten.

Für mich war es ein super Erlebnis meines ersten Triathlons. Ich gehe am 25.8. gleich noch einmal an den Start. Das macht einfach Lust auf mehr!

   
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