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100 x 100 aus Trainersicht (von Erik)

Nachdem Jörg im letzten Jahr verkündet hatte, dass wir nun „5 können“, eigentlich „10 machen sollten“ und er sich dann auch tatsächlich für die 10er Einzelstrecke gemeldet hatte, musste ich meinem „Flügelmann“ wohl folgen.

Es stellte sich die Frage, wie wir uns mit unserer 16 2/3 m Bahn auf so ein Event vorbereiten könnten.
Letztendlich also dienstags eine Doppeleinheit (75 min bei Jens „Attacke“ & bei „uns“ dann 75 min 100er Ausschwimmen) und freitags dann noch ein paar Meter drauf, sodass 10 Wochen lang so zwischen 7,0 und 8,0 km die Woche auf dem Zettel standen.
Hat geklappt!!!!
Vielen Dank an Jens Faltus, dass er uns in seiner Truppe hat mitschwimmen lassen.

von Jörg

Wer dieses Jahr alles in Buxtehude starten wollte und wer dann tatsächlich ins Wasser sprang ist eine eigene Geschichte. Am Ende starteten Thorsten & Daniela als Staffel und Erik & ich als Einzelstarter.

100x100 Starter

Zusammen mit Erik hatte ich ja letztes Jahr als Staffel in dieses Event reingeschnuppert, somit war die logische Schlussfolgerung, dass wir dieses Jahr als Einzelstarter die ganzen 10 km bezwingen wollten.

Aber nochmal von Anfang an: 100x100 Schwimmen - was ist das denn eigentlich? Es ist ein Ausdauerschwimmen bei dem 100x 100 Meter (=10km) geschwommen werden. Alle 2:15 Minuten (oder 2:00 min für die Schnelleren) startet der nächste 100er (Abgangszeit), frei nach dem Motto, "wer schneller schwimmt, hat länger Pause".
Nach jeweils 2,5 km gab es eine 5 Minuten Pause, in der die Staffeln die Chance hatten zu wechseln und Essen, Trinken oder ander Bedurfnisse erledigt wurden.

In der Trainingsvorbereitung schwammen wir manchmal auch 100er Abgangszeiten und konnten dabei noch Thorsten und Alexandra als Staffel motivieren.
Um aber auf die 10 km zu trainieren reicht eine Stunde pro Einheit nicht wirklich aus. Wie von Erik bereits berichtet, machten wir dienstags Doppelschichten. Nach diesen Einheiten stieg ich immer völlig erschöpft aus dem Wasser und dachte mir, wie soll ich denn das Doppelte schaffen?

Zwischen Weihnachten und Neujahr hatte Erik sogar noch einen 5km Trainingstermin im Hallenbad Achim organisiert, der allen Beteiligten nochmal klar machte, auf was sie sich da eingelassen hatten.

Nach insgesamt guter Vorbereitung kam also der Tag der Tage. Und eine Stunde vor Abfahrt klingelt bei Thorsten das Telefon. Alexandra kann nicht mitkommen, ihr Sohn hatte sich den Arm gebrochen und sie musste mit ihm ins Krankenhaus. Was nun? Anruf bei Daniela, seiner Schwester. "Hast du heute Abend schon was vor?" Und schon war die Staffel wieder besetzt.

Nach kurzer Begrüßung und Erläuterung des Ablaufs ging es los. Erik und ich reihten uns auf der Bahn mit 1:50-1:55 min Schwimmzeit ein. Eigentlich! Nach den ersten 2x 100m mit ca 1:45 min Schwimmzeit, ließ ich mich nach hinten durchreichen. Dort konnte ich in Ruhe mein eigenes Tempo schwimmen. Etwas irritierend fand ich die Frage einer Betreuerin, ob alles OK sei. Ich war doch auf der 1:50 min Bahn, kann ich doch nichts dafür, dass die da vorne 1:40 min Schwimmen!
Der erste Abschnitt war schnell vorbei, die Staffeln wechselten, wir blieben die Pause im Wasser und haben uns am Beckenrand mit Iso-Getränk, Banane und Gel auf den nächsten Satz vorbereitet.
Und schon ging's weiter. Im zweiten Satz kam ich schon in eine Art Tunnel. Ich bin einfach so vor mich hin geschwommen, immer schön ruhig mit langen Zügen. Den eigenen Schwimmstil und auch den Abstand zum Vordermann konnte man prima im Spiegelbild des Edelstahlbeckens kontrollieren. Alles im Lot, alles noch einfach.
Aus Berichten hatte ich im Hinterkopf, dass angeblich zwischen dem 60-80 Satz der Durchhänger kommen sollte. Ich wartete schon darauf, um dann mit reiner Willenskraft dieses Loch zu überwinden. Plötzlich waren wir im letzten Abschnitt - nur noch 2,5 km. Nur noch 15x 100m, nur noch 10x...
Und dann ging das Licht im Bad aus, nur noch das Becken war beleuchtet, alle Zuschauer klatschten uns den 100sten 100er ins Ziel.

 

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100x100 Finisher

100x100 BetreuerUnd schwupps waren die 4 Stunden auch schon vorbei. Dank der guten Vorbereitung und der bewussten Tempoeinteilung, bei mir überraschenderweise völlig ohne Probleme. Von Erik hatte ich nichts anderes erwartet, Thorsten ist ja ohnehin ein Ausdauerwunder, aber auch Daniela konnte sich riesig über ihre Leistung freuen. Soweit an einem Tag war sie vorher noch nie geschwommen und das dann auch noch ohne spezielle Vorbereitung und einem 10 km Lauftraining am Morgen (da wusste sie ja noch nichts von ihrem Glück).

Dank auch an unseren Fan-Club Conny & Wenke, die uns sowohl im Vorfeld mental unterstützt haben, als auch vor Ort angefeuert, verpflegt und sich um Photo- und Videodokumentation gekümmert haben.

 

   
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