von Mattin
Unter diesem schönen Slogan veranstalteten die BadBikers in Schierke vom 28.-30.08.15 ein MTB- Event.
Neben den am Samstag ausgetragenen Marathondistanzen, wurden ein Sprintrennen, Kinderrennen und ein Klappradrennen im Kurpark angeboten. Aus insgesamt vier Marathonstrecken konnte man wählen, wobei eine 23km-„heavy"-Runde oder eine 13km-"medium"-Runde ein oder drei mal befahren werden konnte.
Um die „heavy"-Runde ragen sich Mythen und Erzählungen, die Anstiege sollen brutal und die Trails sehr technisch sein. Da ich noch nie in Schierke am Start stand, schrieb ich mich erst einmal für die lange Version der „medium"-Runde ein, was 42km und ca. 1000Hm bedeutete.
Start und Ziel einer jeden Runde ist der Kurpark von Schierke. Gleich nach Verlassen des Parks geht es in den ersten langen Anstieg, der das Feld ordentlich auseinander reisst. Da ich die Strecke nicht kannte, ging ich defensiv in die erste Runde und klemmte mich an ein paar Hinteräder.
Nach einer kurzen Abfahrt ging es in ein Trailstück, das erst ein bisschen bergauf führte und schon ein bisschen Fahrtechnik verlangte. Der anschließende Trail bergab entschädigte dann für das lange Gekurbel bergauf. Wurzeln, Steine, Waldboden, aber alles mit einem normalen MTB Hardtail fahrbar.
Leider verlor ich meine Trinkflasche mit den Wasservorräten und hatte nun nur noch die kleine Flasche mit den verdünnten Gels. An den zwei Verpflegungspunkten griff ich also fortan Wasserbecher, klappte ohne Probleme. Nach dem Trail eine schnelle Abfahrt und dann der zweite lange Anstieg.
Dem schloss sich der unangenehmste Teil an, der berüchtigte Plattenweg, ein Überbleibsel aus der Zeit der Trennung Deutschlands. Hier war die Fähigkeit zu balancieren gefragt, denn geriet man mit den Rädern in die Löcher neben den fahrbaren Stegen, wurde man sofort richtig ausgebremst.
Bis zum Ziel wechselten sich Trail- und Schotterpassagen ab, die sehr schnell zu befahren waren. In der zweiten und dritten Runde schaute ich bergauf auf meinen Puls und wurde auf den Trails mutiger. So konnte ich ein paar Fahrer überholen und kam nach 2:03:17h als 27. von 72 Fahrern in Ziel.
Vieleicht gehe ich im nächsten Jahr mal die „heavy"-Strecke an, aber nicht ohne vorher mit dem GPS mal die Strecke erkundet zu haben...
Foto by Markus Nothrof